Buchtipps - Kinderbuch
Pierdomenico Baccalario: Stadt aus Sand
Die 11-jährige Rokia lebt in einem abgelegenen westafrikanischen Dorf am Rand eines Gebirges. Sie stammt aus einer angesehenen Familie: Ihr Großvater ist ein berühmter Geschichtensänger. Im Gegensatz zu ihren Brüdern hat Rokia das Talent ihres Großvaters geerbt; ihr größter Wunsch ist es, selbst eine Geschichtensängerin zu werden.
Das Leben im Dorf ist jedoch nicht so friedlich, wie es scheint: In der fernen Stadt aus Sand regiert ein Fürst, der den Menschen ihre Seelen raubt. Vor allem die Geschichtensänger sind ihm ein Dorn im Auge, da sie bei den Menschen Träume und Gefühle wecken, die dem Fürsten zuwider sind und vor denen er sich fürchtet.
Als der Fürst die Seele von Rokias Großvater raubt, macht sich das mutige Mädchen auf eine gefährliche Reise quer durch die Wüste in die Stadt aus Sand, um die Seele ihres Großvaters zurückzuholen und so den Geschichtensänger zu retten. Rokia trifft auf Menschen, die ihr helfen, aber auch auf solche, die ihr schaden wollen.
Dieses Buch für Mädchen ab 12 Jahren nimmt sie mit auf eine märchenhafte, farbenfrohe und abenteuerliche Reise durch wundersam berauschendes Afrika.
Susan B. Pfeffer: Die Welt, wie wir sie kannten
Was würde passieren, wenn der Mond aus seiner Umlaufbahn geworfen würde?
Die Welt, wie wir sie kennen, würde aufhören zu existieren!
Alles beginnt damit, dass die Medien ein einzigartiges Schauspiel ankündigen: Ein Asteroid wird auf dem Mond einschlagen. Wie alle anderen versammelt sich auch die Familie der 16-jährigen Miranda auf der Straße, um die Vorgänge zu bestaunen.
Der Abend endet jedoch in einer Katastrophe. Durch den Einschlag des Asteroiden wird der Mond aus seiner Umlaufbahn geworfen und rückt näher an die Erde heran; er hängt von nun an riesig groß am Himmel.
Dies hat Auswirkungen auf das Magnetfeld der Erde: Zunächst funktioniert der Fernseher nicht mehr richtig, auch das Handynetz ist unterbrochen; nach und nach müssen die Menschen auf alle Annehmlichkeiten der modernen Zivilisation verzichten. Außerdem kommt es vermehrt zu Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Überschwemmungen und extremen Wetterverhältnissen.
Da Nahrungsmittel und Heizmaterial knapp werden, kann niemand mehr auf Hilfe von anderen hoffen; jeder ist sich selbst der Nächste und versucht, in dieser neuen Welt zu überleben.
Ob – und wie – Mirandas Familie es schafft, zu überleben, schildert das Mädchen eindringlich in ihrem Tagebuch.
Die Welt wie wir sie kannten ist eine klassische "was wäre wenn Geschichte". Doch diese ist so fesselnd geschrieben, dass sie den Leser bis zum Schluss in seinem Bann hält und selbst danach nicht wieder frei gibt.
Für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren geeignet.
Wendy Mass, Das leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst
Allein der Titel macht schon neugierig auf dieses großartige Buch!
Jeremy Fink steht vor einem unglaublichen Rätsel: Eine verschlossene Holzkiste, die den Sinn des Lebens verspricht und einen Brief - das ist alles, was sein verstorbener Vater ihm zu seinem 13. Geburtstag hinterlassen hat. In dem Brief steht, dass der Harold die Schlüssel zu dem Kästchen verloren hat und er Jeremy und seiner Mutter viel Glück bei der Suche danach wünscht.
So stehen seine beste Freundin Lizzy und Jeremy selbst zu Beginn des Sommers vor einem großen Rätsel- wie sollen sie die Schlüssel finden, um an den Sinn des Lebens zu kommen, den der verstorbene Vater von Jeremy auf dem Kästchen versprochen hat.
Es beginnt eine abenteuerliche Odyssee quer durch New York - voll skuriller Ereignisse, köstlicher Süßigkeiten und wundersamer Begegnungen. Doch was sie am Ende ihrer Reise finden, hätten sie nie für möglich gehalten.
Wendy Mass ist eine magische Geschichte gelungen, die mich von der ersten Seite an in den Bann gezogen hat- spannend, lustig und anrührend erzählt sie von dem tiefgründigen Abenteuer, das Jeremy und Lizzy bestehen dürfen. Es war eine Freude, dieses Buch zu lesen und ich hoffe, dass es das für viele Kinder ab 12 Jahren auch ist.
Annette Neubauer, Sagenhafte Abenteuer - Die versunkene Stadt
Mit Ihrer Reihe „sagenhafte Abenteuer“ hat die Autorin Annette Neubauer eine Serie für Leser ab 8 Jahren geschaffen. Sie möchte mit diesen Büchern den Kindern deutsche Sagen bzw Legenden nahebringen, die sie in spannende Abenteuergeschichten verpackt hat. Die Hauptrolle in diesen Geschichten spielen Nele und Tom, die sich jeweils auf einer Ferienreise befinden und dort auf Ungereimtheiten stoßen.
Wie z.B. auf der Nordseeinsel Pellworm. Dort hören die beiden zufällig am Hafen, wie zwei finstere Gestalten sich über die versunkene Stadt Rungholt unterhalten. Sie erzählen von sagenhaften Schätzen, die im Schlick verborgen sind. Das scheinen Wattpiraten zu sein, die ihre Fundstücke illegal verscherbeln wollen! Nele und Tom müssen ihnen unbedingt auf die Schliche kommen. Was Ihnen am Ende mit Hilfe eines einheimischen Jungen auch gelingt- und ganz nebenbei erfahren sie noch die Geheimnisse um die versunkene Stadt.
Die weiteren Abenteuer heißen „Das rätselhafte Schwert“, in dem es um das verschollene Schwert der Nibelungen geht, dann gibt es ein Geheimnis der Meerjungfrau, in dem es um die Loreley geht und zu guter Letzt die Hexen auf dem Brocken.
Es ist eine wirklich spannende Kinderbuchreihe für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren und ich hoffe, dass Frau Neubauer noch so manchem weiteren Geheimnis auf den Grund geht.
Antonia Michaelis, Jenseits der Finsterbachbrücke
Lasse ist zwölf und lebt auf dem Norderhof, in einer heilen Welt mitten in einem riesigen Wald. Eines Tages aber kommt das Böse in den Norderwald: Ein Kjerk tötet Tiere und bedroht die Bewohner des Hofes. Lasses Vater hatte ihm vom Kjerk erzählt, einem großen blauen Vogel.
Nachdem er ein totes Lamm gefunden hat, reitet Lasse verzweifelt bis an die Grundstücksgrenze. Hier befindet sich eine hohe Mauer, die mit Stacheldraht versehen ist und hinter der sich angeblich ein vermintes Stück Wald befindet.
Lasse klettert durch ein Loch in der Mauer und sieht statt des Waldes einen reißenden Fluss, den Finsterbach.
Auf der anderen Seite des Flusses sieht er einen etwa gleichaltrigen Jungen stehen,. Dieser Junge, Joern, stammt aus der Schwarzen Stadt. Die Lebensbedingungen in dieser Stadt sind katastrophal: Die Menschen arbeiten im Bergwerk und in Fabriken, wo es immer wieder zu Unfällen kommt. Sie verdienen zu wenig, leben auf engstem Raum und leiden unter dem Kohlenstaub, der die ganze Stadt bedeckt.
Die beiden Jungen bauen eine Brücke über den Finsterbach und freunden sich an. Gemeinsam versuchen sie, den Kjerk zu bekämpfen, der den Norderhof bedroht.
Dabei finden sie heraus, was die beiden Welten verbindet und stoßen auf ein Geheimnis, das mit Lasses Vergangenheit zu tun hat.
Antonia Michaelis ist ein sehr spannenden Roman über Freundschaft, Ehrlichkeit und Freiheit gelungen. Er spielt in einer realen Welt mit wenigen fantastischen Elementen wie dem Kjerk, die den Reiz der Geschichte ausmachen.
Der Roman ist für Kinder ab 12 Jahren zu empfehlen..
Juma Kliebenstein: "Tausche Schwester gegen Zimmer"
Der Buchtipp zu Juma Liebenstein: "Tausche Schwester gegen Zimmer" ist von unserer Testleserin Sophia Ramundt. Sophia liest für uns regelmäßig neue Kinder- und Jugendbücher bevor diese zu kaufen sind und schreibt anschließend eine Buchempfehlung. Sophia ist 12 Jahre alt.
Juma Kliebenstein: "Tausche Schwester gegen Zimmer"
Es geht um eine Patchworkfamilie die zusammenzieht. Daher müssen sich die gleichaltrigen Mädchen Luna und Stella ein Zimmer teilen. Die beiden können sich aber auf Anhieb nicht leiden und denken sich immer etwas neues aus, um sich gegenseitig zu ärgern.
Dann zieht Stellas ältere Schwester Sara zu ihrem Freund Phillipp und ihr Zimmer wird frei. Doch als Luna abends in ihrem Zimmer liegt, alleine, bemerkt sie, dass sie Stella doch nicht so sehr hasst und veträgt sich mit ihr. Die Mädchen ziehen wieder in ein Zimmer und Stellas älterer Bruder Benedikt darf Saras ehemaliges Zimmer haben.
Ich finde das Buch gut, weil:
- es in Tagebuch form geschrieben ist, und daher lustig zu lesen ist.
- es interessant ist, zu lesen, wie die beiden Mädchen sicht streiten.
- das Ende gut ist.
- es leicht zu lesen ist.
Sophia empfiehlt das Buch für junge Leserinnen ab 10 Jahre.
Andreas Steinhöfel: "Rico, Oskar und das Herzgebreche"
Rico und Oskar sind Freunde. Kennengelernt haben sie sich, als ein Kindesentführer Berlin unsicher machte.
Rico bezeichnet sich selbst als „tiefbegabt“ und schreibt Tagebuch, um nicht zu vergessen, was er gemacht hat und vor allem warum. Dabei zeigt sich, dass er sehr genau beobachtet: So entgeht im auch nicht das „Herzgebreche“, das seiner Mutter und einigen anderen Personen in der Nachbarschaft zu schaffen macht.
Auch Oskar leidet am „grauen Gefühl“, da sein Vater ihn zu Rico und dessen Mutter abgeschoben hat, um nach der Entführung Abstand zu gewinnen.
Oskar dagegen ist hochbegabt und erkennt so einiges, das Rico nicht bemerkt. Beim Bingoabend macht Oskar eine Entdeckung, durch die die beiden Freunde einem spannenden Kriminalfall auf die Spur kommen, in den auch Ricos Mutter verwickelt ist. Rico und Oskar versuchen den Fall zu lösen und Ricos Mama zu helfen. Was sie damit auslösen, kann jedoch keiner ahnen...
Mit viel Wortwitz und Einfühlungsvermögen schildert Rico in seinem Tagebuch diesen spannenden und lustigen Krimi für Kinder ab 10. So erfindet er selbst immer wieder neue Wörter und erklärt mit der ihm eigenen Logik die Fremdwörter, die er im Wörterbuch nachgeschlagen hat.
Peter M. Hetzel: "Die Coolen Haie"
In Elsternheim ist immer ordentlich was los. In der Stadt sowieso und im Internat erst recht. Dafür sorgen schon allein Mac Cool, Hacki, Hicki und Moppel. Das Team der „Coolen Haie“.
Denn um im Winter auf dem zugefrorenen Weiher Eishockey spielen zu können, müssen ziemlich viele Hindernisse überwunden werden.
Und dabei geraten sie ziemlich oft in die Klemme. So gilt es im ersten Band nicht nur den Hausmeister auszutricksen, sondern auch einen Schäferhund zu überlisten. Außerdem erleben die Coolen Haie natürlich in jedem der inzwischen fünf Bände ein spannendes Abenteuer.
In der neuesten Geschichte geraten Sie sogar auf einer Schlittenhund-Expedition in einen kanadischen Schneesturm.
Aber zum Glück gibt es Hammer, den Sportlehrer, der den vier Jungs immer wieder aus der Patsche hilft.
"Die Coolen Haie" sind bester Lesestoff für Jungs und Mädchen zwischen 9 und 11.
Annette Neubauer: "Ein Fall für den Meisterschüler"
Wir befinden uns in Florenz, Anfang des 16. Jahrhunderts. Salai ist Schüler des großen Erfinders Leonardo da Vinci.
Doch statt zu lernen und die Werkstatt aufzuräumen streift Salai lieber mit seiner Freundin durch die Stadt.
Nach seiner Rückkehr entdeckt er, daß das geheime Notizbuch Leonardos verschwunden ist. Wer hat es gestohlen? Und wie kann Salai es wiederfinden?
"Ein Fall für den Meisterschüler" ist ein toller Ratekrimi und ein historischer Roman für Kinder von 9-11 Jahren in einem. Die detailreichen Zeichnungen helfen beim Lösen der kniffligen Rätsel rund um den Diebstahl des Notizbuches.
Spannung ist garantiert und der Spaß kommt garantiert nicht zu kurz.
Siobhan Dowd: "Der Junge, der sich in Luft auflöste"
Der elfjährige Ted freut sich wahnsinnig darauf, dass seine Tante Gloria und sein Cousin Salim ihn und seine Familie noch einmal in London besuchen kommen, bevor sie von England in die USA umziehen.
Bei dem gemeinsamen Ausflug zum berühmten Londoner Riesenrad geschieht allerdings etwas schreckliches:
Der 13jährige Salim verschwindet scheinbar spurlos aus der großen Riesenrad-Gondel;
er ist mit einigen anderen zusammen eingestiegen und nicht wieder unten angekommen.
Tante Gloria glaubt, Salim sei entführt worden; Ted dagegen denkt, Salim sei in eine Zeitschleife geraten und hänge irgendwo in einem Parallel-Universum fest – das ist aber nur eine von Teds Theorien zu Salims Verschwinden.
Dem hochbegabten, leicht autistischen Jungen, gelingt es dann aber tatsächlich zusammen mit seiner großen Schwester Kat, die richtige Spur zu seinem Cousin zu finden.
Diese Geschichte bekommt viel Komik durch Teds Andersartigkeit und ist spannender Lesestoff für Kinder ab 11.














