Sadie Jones, Kleine Kriege
Henry Treherne stammt aus einer britischen Offiziersfamilie.
Sein großer Traum besteht darin, Großes für die Armee zu leisten, wie es auch seine Vorfahren getan haben.
Er wird kurz nach dem Zweiten Weltkrieg zum Offizier ernannt und, nachdem er zehn Jahre in Deutschland stationiert war, nach Zypern versetzt.
Henrys Frau Clara kommt einen Monat später mit den beiden Töchtern nach Zypern.
Hier erwartet sie nicht nur strahlendes Wetter, sondern, wie sie bald merkt, auch Einsamkeit und Angst.
Als kurz nach Claras Ankunft ein Anschlag auf die Polizeiwache verübt wird, und Henry mitten in der Nacht an den Tatort gerufen wird gerät sie zum ersten Mal in Panik.
Immer wieder kommt es zu solchen Anschlägen durch Untergrundorganisationen, die den Anschluss Zyperns an Griechenland erzwingen wollen.
Aber auch auf Seiten der Briten läuft nicht alles reibungslos ab.
Im Laufe der Geschichte erkennt Henry, dass das Vorgehen der Armee und das Verhalten einiger Soldaten und Vorgesetzter nicht seinen Vorstellungen von ehrbarem Verhalten entsprechen.
Die Grausamkeiten, die Henry erlebt, hinterlassen ihre Spuren und wirken sich auf seine Ehe aus:
Er entfremdet sich immer weiter von Clara, die ihrerseits merkt, dass es unter den anderen Ehefrauen keine Frau gibt, mit der sie sich anfreunden möchte.
Das abgeschottete Leben in der Offizierskolonie und die ständige Angst machen ihr auch wegen der zunehmenden Entfremdung von Henry immer mehr zu schaffen.
Sadie Jones zeigt, wie sich der „kleine Krieg“ auch auf die Ehe von Henry und Clara auswirkt und wie sich der Einsatz auf der sonnigen Insel schnell in ein Schreckenszenario verwandelt




