Antonia Michaelis, Jenseits der Finsterbachbrücke
Lasse ist zwölf und lebt auf dem Norderhof, in einer heilen Welt mitten in einem riesigen Wald. Eines Tages aber kommt das Böse in den Norderwald: Ein Kjerk tötet Tiere und bedroht die Bewohner des Hofes. Lasses Vater hatte ihm vom Kjerk erzählt, einem großen blauen Vogel.
Nachdem er ein totes Lamm gefunden hat, reitet Lasse verzweifelt bis an die Grundstücksgrenze. Hier befindet sich eine hohe Mauer, die mit Stacheldraht versehen ist und hinter der sich angeblich ein vermintes Stück Wald befindet.
Lasse klettert durch ein Loch in der Mauer und sieht statt des Waldes einen reißenden Fluss, den Finsterbach.
Auf der anderen Seite des Flusses sieht er einen etwa gleichaltrigen Jungen stehen,. Dieser Junge, Joern, stammt aus der Schwarzen Stadt. Die Lebensbedingungen in dieser Stadt sind katastrophal: Die Menschen arbeiten im Bergwerk und in Fabriken, wo es immer wieder zu Unfällen kommt. Sie verdienen zu wenig, leben auf engstem Raum und leiden unter dem Kohlenstaub, der die ganze Stadt bedeckt.
Die beiden Jungen bauen eine Brücke über den Finsterbach und freunden sich an. Gemeinsam versuchen sie, den Kjerk zu bekämpfen, der den Norderhof bedroht.
Dabei finden sie heraus, was die beiden Welten verbindet und stoßen auf ein Geheimnis, das mit Lasses Vergangenheit zu tun hat.
Antonia Michaelis ist ein sehr spannenden Roman über Freundschaft, Ehrlichkeit und Freiheit gelungen. Er spielt in einer realen Welt mit wenigen fantastischen Elementen wie dem Kjerk, die den Reiz der Geschichte ausmachen.
Der Roman ist für Kinder ab 12 Jahren zu empfehlen..



