Alan Bennett: "Die souveräne Leserin"
„Die souveräne Leserin“ ist eine Liebeserklärung an das Glück, das wir beim Lesen schöner Literatur empfinden.
In diesem wunderschön gemachten kleinen Buch - in rotes Leinen gebunden, mit blauem Vorsatzpapier und der Hauptfigur der Geschichte , der englischen Königin Elisabeth, vorne drauf -, wird erzählt, wie die Queen das Lesen schöner Literatur entdeckt.
Ihr Leben lang hatte „Ma’am“ einfach keine Muße, um zur Unterhaltung zu lesen. Stellen Sie sich das mal vor! Schrecklich, oder?
Sie las nur die Essays und Berichte, die ihre Sekretäre ihr vorlegten – und die natürlich nur aus beruflichen Gründen.
"Die Hunde waren schuld. Heute [...] rannten sie sie aus irgendeinem Grund über die Terrasse, kläfften wie besessen, hoppelten die STufen wieder hinunter und bogen um die Hausecke, wo man sie in einem der Höfe etwas anbellen hörte.
Es handelte sich um den Bücherbus der Bezirksbibliothek der City of Westminster [...].
... nachdem die Queen also vergeblich versucht hatte, die Tiere zu beruhigen, stieg sie die Trittstufen in den Lieferwagen empor, um sich zu entschuldigen."
Das erste Buch leiht die Königin also aus reiner Höflichkeit und es gefällt ihr auch nicht so besonders gut. Aber das Lesen selbst, das beginnt, ihr zu gefallen. Und so leiht sie Woche für Woche weitere Bücher aus und wird eine so begeisterte Leserin, dass sie sogar ihre Pflichten vernachlässigt (winkt automatisch beim Lesen).
Dieses Buch ist sehr humorvoll, „very british“ und ein wunderbares Geschenk für alle, die Bücher und Literatur lieben.




